Standort und Düngung der Strauchpfingstrose

Alle Pfingstrosen, egal ob Strauch oder Stauden, sind Tiefwurzler und bis auf wenige Ausnahmen (einige Wildarten) Sonnenkinder.

Sie bevorzugen sonnige bis leicht halbschattige Standorte mit tiefgründigen Böden. Ein bis anderthalb Meter tief gehende Wurzeln sind durchaus gängig. Staunasse Böden müssen, will man keinen Verlust erleiden, entsprechend tiefgründig aufgelockert werden und eventuell das Pflanzloch etwas mit Sand aufgearbeitet werden. Strauchpäonien reagieren wesentlich empfindlicher auf zu nasse Böden als Staudenpfingstrosen. Deshalb bevorzugen sie tendenziell leichtere Böden als ihre staudigen Verwandten. Sehr niederschlagsreiche Gebiete sind für sie eher ungünstig. Grundsätzlich läßt hier zur Widerstandsfähigkeit gegenüber ungünstigen, sehr nassen Lagen sagen:

Am widerstandsfähigsten sind die Rockii-Hybriden, direkt gefolgt von den Lutea-Hybriden. Die Suffruticosa-Sorten können in extrem Lagen problematisch in der Kultur sein (siehe Krankheiten und Schädlinge).

Aber auch hier wie überall in der Natur ist keine Gesetzmäßigkeit daraus abzuleiten. In niederschlagsreichen Regionen wie dem Allgäu mit durchaus 1200 mm Jahresniederschlag rate ich den Kunden von Suffruticosa-Sorten eher ab. Immer wieder bekomme ich dann von einzelnen Kunden zu hören, „wir haben aber schon seit Jahren welche im Garten und die wachsen wunderbar“.

Das regionale Kleinklima ist hier nicht zu unterschätzender Einflußfaktor. Auf eine mineralische Stickstoffdüngung sollte bei Strauchpfingstrosen generell verzichtet werden. Sie benötigen noch viel weniger Nährstoffe als die Staudenpfingstrosen und die benötigte Menge Stickstoff (N) ist allemal im Boden vorhanden. Eine Phospor- und  Kalidüngung im Spätsommer ist für die Ausreifung des Holzes und für die Blütenbildung durchaus von Vorteil. Allerdings ist die benötigte Menge auch hier in den ersten zwei bis drei Jahren so gering, daß in diesem Zeitraum auf diese Düngung verzichtet werden kann.

Aufgrund ihres verhaltenen Wachstums haben Strauchpfingstrosen es schwer sich gegen Pflanzen zu behaupten, die ein stark ausgeprägtes Wurzelwerk haben. Hierzu zählen zum Beispiel Forsythien, Fichten, Taxus, Bambus oder auch andere stark wachsende Gräser. Hier sollte man Pfingstrosen nicht in unmittelbarer Nähe pflanzen, sondern etwas Abstand halten. Dann können sie sich auch in dieser Gesellschaft etablieren.