Staudenpfingstrosen-Beschreibung


Hierbei handelt es sich um die bekannteste Gruppe unter den Pfingstrosen. Tatsächlich ist die Vielfalt der Blütenformen und Farben wesentlich größer, als gemeinhin bekannt. Die bekannteste Pfingstrose ist wohl die weit verbreitete Bauernpfingstrose P. officinalis rubra plena. Diese wurde bereits seit dem Mittelalter in zahlreichen Klöstern kultiviert.

Mit der Einführung der Päonia lactiflora aus China begann die eigentliche Entwicklung der Pfingstrosenzüchtung. Vor allem in Frankreich wurden im 19. und beginnenden 20. Jahrhundert ein große Zahl von Sorten eingeführt. Viele dieser Sorten werden auch heute noch kultiviert. Aber es sind auch leider zahlreiche Sorten im Laufe der letzten 2 Jahrhunderte wieder verloren gegangen.

Einen regelrechten Boom erfuhr die Pfingstrosenzüchtung jedoch in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts in den USA. Durch die Einkreuzung zahlreicher Wildarten, vor allen Dingen durch den amerikanischen Züchter Prof. Arthur Percy Saunders, wurde der Grundstock für die moderne Pfingstrosenzüchtung gelegt, die kaum einen Wunsch nach Formen und Farben offen läßt.

Von einfachen, halb gefüllten, bis zu stark gefüllten und auch mehrfarbigen Blüten ist eigentlich alles vertreten. Eine Vielzahl der Züchtungen von Saunders hat heute noch Bestand und ist aus dem heutigen Angebot nicht mehr wegzudenken. Auch bildeten sie oft den Grundstock für viele weitere Züchtungen nachfolgender Züchter.

Inzwischen muß das Sortenangebot bei den Staudenpfingstrosen im 4-stelligen Bereich gezählt werden. Trotz dieser immensen Palette von unterschiedlichen Sorten, mit ihrem zum Teil sehr großen genetischen Unterschieden, haben alle jedoch eines gemeinsam. Die Pflanzen ziehen im Herbst vollständig ein und das Laub wird kurz über der Erde abgeschnitten. Im darauf folgenden Frühjahr treiben sie erneut aus dem Boden aus, um innerhalb weniger Wochen zu ihrer außergewöhnlichen Schönheit zu gelangen, die jedes Jahr von Neuem Bewunderung auslöst.

Die bei den Sorten angegebenen Blühzeitpunkte sind folgendermaßen zu verstehen:
früh (Anfang bis Mitte Mai)
mittel (Mitte bis Ende Mai)
spät (Anfang Juni)