Pflanzung und Pflege


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Grundsätzlich gilt für alle Pfingstrosen: Sie wollen möglichst lange an ein und demselben Standort bleiben. Ein regelmäßiges Umpflanzen oder Teilen wie es bei zahlreichen anderen Stauden praktiziert wird, nehmen die Pfingstrosen sehr übel und strafen es mit aussetzender Blüte. Sie brauchen dann wieder, je nach Größe der Teilstücke, 1-3 Jahre bis sie wieder zu ihrer vollen Leistung zurückkehren.

Gepflanzt werden können getopfte Pfingstrosen ganzjährig. Gängigerweise werden Pfingstrosen auch im Herbst als wurzelnackte Teilstücke im Herbst gepflanzt. Vorteil hierbei, die Pflanzen wurzeln meist noch direkt ein und die Wahrscheinlichkeit schon direkt im ersten Jahr eine leichte Blüte zu erhalten ist durchaus gegeben. Um die Pflanze aber nicht zu stark zu belasten, sollte man die Blüte allenfalls kurz aufblühen lassen und dann entfernen.

Die Blüte kostet viel Kraft, und die Pflanze wird es mit Sicherheit durch stärkeren Blütenflor im nächsten Jahr danken. Sogenannte Bodenverbesserungen mit Torf im Pflanzloch sollten unterbleiben. Der normale Humusgehalt im Boden ist absolut ausreichend und Torf kein Medium in dem Pfingstrosen wachsen wollen.

Grundsätzlich sollte man keine Pfingstrosen auf dieselbe Stelle pflanzen, an der bereits Pfingstrosen im Vorfeld gestanden haben. Die sogenannte Bodenmüdigkeit führt zu einem Kümmerwuchs er neuen Pflanze. Sie wird sich nie vernünftig an diesem Platz entwickeln. Sollte die Pflanzstelle im Vorfeld nur ein bis 2 Jahre mit einer Pfingstrose belegt gewesen sein, so ist eine Neupflanzung auf demselben Platz noch vertretbar. Aber es sollte das Erdreich vorsichtshalber großzügig ausgetauscht werden. Dann wird auch die neue Pflanze sich gut entwickeln.

Aber bei älteren Anpflanzungen hilft auch ein Erdaustausch nicht mehr. Die Wurzeln der Pfingstrosen sind noch in solch tiefen Zonen zu finden, in denen man nicht mehr gräbt. Die von der alten Pflanzen verbliebenen und nun verrottenden Wurzelreste bergen ein solch großes Krankheitspotential, daß die jungen Wurzeln der neuen Pflanze sehr schnell infiziert werden.

Die Pflanze mag durchaus die ersten 2 Jahre noch zügig wachsen, aber spätestens im 3. Jahr, wenn sie in die Zonen gelangt, in denen kein Bodenaustausch durchgeführt worden ist, stellen sich die Wuchsdepressionen ein.

Grundsätzlich eignet sich die Pfingstrose nicht als Kübelpflanze, sondern soll unbedingt im Freien ausgepflanzt werden, da die Wurzeln sehr tief in den Boden wachsen.

Pfingstrose im Topf

Ein Kunde jedoch zeigte uns ein Foto seiner Staudenpfingstrose, die seit 5 Jahren im Kübel blüht. Im Frühjahr wird sie mit Rosenlangzeitdünger gedüngt. Bei guter Pflege und entsprechend tiefem Topf kann es also doch gelingen!

Ein amerikanischer Pfingstrosen-Züchter aus Wisconsin, USA, schickte uns zu dem Thema folgenden Limerick:

A peony that starts growth in a pot,
Quickly tangles its roots in a knot.
Then, when put in the ground,
Will not likely rebound.
So better to start out in a plot

Die Topf-Päonie
Die Päonie gestopft in den Kübel,
verdreht ihre Wurzeln ganz übel,
dann gedrückt in die Erden,
wird nichts mehr draus werden.
Heraus ins Beet, da wachsen ihr Flügel!
(aus dem Amerikanischen frei übersetzt von Cordula Tetzlaff, überarb. von Felix Weiland)