Itoh-Hybriden - Beschreibung


Diese neuen Mitglieder der Pfingstrosenfamilie sind aus Kreuzungen zwischen P. lactiflora x P. lutea-Hybriden hervorgegangen. Als erstem Züchter gelang dies dem Japaner Toichi Itoh in den 1950er Jahren.

Deshalb werden die Pflanzen aus diesen Kreuzungen auch oft Itoh-Hybriden genannt. Bis dahin hatte man ein Kreuzung beider Pfingstrosenarten miteinander für unmöglich gehalten, da völlig unterschiedliche Chromosomensätze diese eigentlich ausschließen.

Korrekterweise dürfte man hierzu aber nur die eigentlichen Itoh-Kreuzungen zählen. Die ganze Gruppe dieser Pflanzen bezeichnet man als Interspezifische- oder Intersektionelle-Hybriden. Mittlerweile hat sich aber der Begriff "Itoh-Hybriden" für die gesamte Gruppe durchgesetzt, den wir auch verwenden wollen. Erst mit diesem Züchtungserfolg ist es gelungen, Blütenfarben und Blütengrößen der Strauchpfingstrosen mit dem Wuchs der Staudenpfingstrosen zu kombinieren.

Toichi Itoh selber hat seine Pflanzen nie blühen sehen. Bevor seine Sämlinge groß genug waren um Blüten zu produzieren, starb er. Die Sämlinge gelangten dann in die USA von wo aus der weltweite Siegeszug dieser Pflanzen begann.
Diese Pflanzen sind wesentlich robuster als die Strauch- und die Staudenpfingstrosen. Der Wuchs der I-Hybriden ähnelt dem der Strauchpfingstrosen.

Allerdings ziehen die Pflanzen jeden Herbst ein, wie es von den Stauden her bekannt ist. In milden Wintern bleibt aber durchaus auch etwas Holz stehen, aus welchem die Pflanzen dann neben den Bodentrieben ebenfalls austreiben. Die neueren amerikanischen Sorten sind gegenüber den Itoh-Sorten wesentlich schnellwüchsiger und höher in der Entwicklung. Leider ist es bis heute noch nicht gelungen, die Sterilität dieser Pflanzen für weiter gehende Züchtungen zu durchbrechen. Gelegentlich setzen sie zwar Samen an, diese sind aber bis zum heutigen Tage alle taub.

Die Itoh-Hybriden zeichnen sich durch eine verzögerte Blüte aus. Das heißt, die Blüten öffnen sich nicht wie bei den Strauch- oder Staudenpäonien alle ziemlich konzentriert, sondern blühen etwas versetzt auf. Hierdurch wird die Blütezeit verlängert. Gelegentlich blühen die Itoh-Hybriden auch im Spätsommer mit vereinzelten Blüten nach. Diese Blüten sind dann meist wesentlich stärker gefüllt als die Blüten im Frühjahr. Alle I-Hybriden halten ihr dekoratives Laub sehr lange im Herbst. Die Itoh-Hybriden zeichnen sich durch eine ausgesprochen gute Gesundheit und sehr kräftige Wüchsigkeit aus. Auch an für Strauchpfingstrosen suboptimalen Standorten ist es möglich durch diese Gruppe von Päonien eine attraktive „Strauchpfingstrosenblüte“ zu erzielen.
Die bei den einzelnen Sorten angegebenen Blütezeitpunkte sind folgendermaßen zu verstehen:
mittel (Mitte Mai)
spät (Ende Mai, Anfang Juni)
Die Itoh-Sorten sind im Gegensatz zu den übrigen Sorten deutlich niedriger. Dies liegt an den zur Züchtung verwandten Kreuzungssorten Kakoden (P. lact.) x Alice Harding (P. lutea-Hybr.). Beide Sorten sind kompakt wachsend.

Da es sich bei den meisten Sorten um noch recht junge Züchtungen handelt und die Stückzahlen noch sehr gering sind, sind auch Sorten aufgeführt, die leider zur Zeit noch nicht käuflich zu erwerben sind. Allerdings sollen die Bilder zeigen, was bei dieser Züchtung alles möglich ist und was die Zukunft uns noch bringen kann.