15. Mai 2012
Am Wochenende haben wir endlich anfangen können, Schnittpfingstrosen zu schneiden. Zunächst die Red Charm (rot gefüllt), dann auch die Soft Salmon Saucer (lachsfarben gefüllt). Zu Pfingsten werden dann weitere Sorten dazukommen. Außerdem ist die erste Intersektionelle Hybride aufgeblüht: wie der Name schon sagt, die First Arrival, außderm Hillary.
2. Mai 2012
Die ersten Rockiis (Ezra Pound) und Luteas (p. ludlowii und p. lutea) sind aufgeblüht, außerdem beginnen die japanischen Suffroticosas mit der Blüte!
Dagegen lassen die frühen Staudenpfingstrosen für den Schnitt noch auf sich warten. Wir müssen uns in diesem Jahr noch etwas gedulden, bis wir die ersten Red Charm schneiden können.
18. April 2012
Heute ist die erste Päonie aufgeblüht! Es ist die Paeonia mlokosewitschii mit ihrer gelben, einfachen Blüte.
Außerdem haben haben wir heute die Preise für einige Intersektionelle Hybriden gesenkt, da wir dieses Jahr größere Stückzahlen haben.
11. April 2012
Besuchen Sie unsere Pfingstrosentage jedes Wochenende ab 5. Mai bis 3. Juni, Samstag und Sonntag von 10-18 Uhr.
Hoffest
Auch in diesem Jahr werden wir wieder ein Pfingstrosen-Fest feiern, und zwar am Samstag, dem 26. Mai 2012 (Pfingstsamstag) von 11-18 Uhr mit Waffeln und Kaffee, einer Wein- und Sektbar mit Verkauf, Ausstellung aller blühenden Sorten von Stauden, Sonderangeboten ...
Das letzte Jahr war sehr turbulent. Nach einer extrem frühen Blühsaison, brach der Schnittblumenmarkt direkt in der ersten Maiwoche bei Temperaturen von 30° C sehr schnell zusammen. Im Großhandel waren die Blumen kaum noch zu vermarkten. Wer kauft schon Schnittblumen bei hochsommerlichen Temperaturen? Also haben wir großflächig die Blumen aufblühen lassen. Für unsere Besucher in der Zeit ein wahrer Augenschmaus, Tausende von aufgeblühten Pfingstrosen.
Erstmalig haben wir auch letztes Jahr ein Pfingstrosenfest Ende Mai veranstaltet. Dieses ist die Zeit der Hochblüte. Der ganze Hof war mit weit über 1000 Schnittblumen dekoriert. Das Wetter war uns an dem Tage hold. Es war leicht wolkig bis heiter und nicht zu heiß, so daß die Blumen sich draußen gut gehalten haben. Den Besuchern hat es offensichtlich gefallen. Die ersten Anfragen ob wir dieses Jahr wieder ein solches Fest machen würden haben wir schon erhalten. Wie im vergangenen Jahr nehmen wir wieder den letzen Samstag im Mai (Pfingstsamstag, 26.5. von 11-18.00 Uhr, ab 15.00 Uhr mit Kaffee und Waffeln). Aber auch vorher können Interessierte gerne bei uns die Blüte besichtigen.
Der Rest des Sommers 2011 war wettertechnisch sehr durchwachsen, eher kühl und recht feucht und war eine echte Herausforderung für die Unkrautbekämpfung. Der Herbst war dafür umso schöner. Für unsere Ernte- und Pflanzarbeit in dieser Zeit hätte es nicht besser sein können. Alles was in den letzten beiden Jahren durch schlechtes Wetter in der Zeit liegen geblieben ist, konnte abgearbeitet werden. Bis Ende November konnten wir bei zum Teil sommerlichen Temperaturen ohne Probleme durcharbeiten. Noch nie zuvor haben wir die Stauden in der Vermehrung so gut in den Boden bekommen.
Aber das dicke Ende kommt bekanntlich immer zuletzt. Nach einem schönen Herbst kam ein ebenfalls viel zu warmer, aber extrem nasser Dezember. Der Januar war zwar ab der 2. Hälfte endlich trockener aber immer noch viel zu warm. Alles fing schon an zu sprießen. Die Osterglocken schauten schon weit aus dem Boden, zusammen mit den frühen Staudenpfingstrosen, die auch schon z.T. mehrere cm groß waren. Helleborus waren in Vollblüte. Die ersten Kamelien blühten ebenfalls. Der Winter war bis dahin völlig ausgefallen. Doch innerhalb von 48 Stunden viel das Thermometer bei uns von +10°C auf –12°C (Kahlfrost) bei starkem eisigen Ostwind. Die Pflanzen hatten keine Zeit sich hierauf einzustellen. Es war ein extrem kurzer und kalter Winter. Nach 2 Wochen war alles vorbei. Auf den ersten Blick war auch bis auf die Osterglocken und die Helleborus, die großflächig in der ganzen Region erfroren waren, alles gut gegangen. Anfang März fingen die meisten Pflanzen mit ihren Knospen an zu schieben und zu drücken. Das böse Erwachen kam jedoch im März in der einen Woche mit frühsommerlichen Temperaturen. Schlagartig trennte sich jetzt die Spreu vom Weizen. Was gestern noch frisch und voller Leben aussah, trocknete die nächsten Tage ein. Teilweise schon schulterhohe Strauchpfingstrosen mußten bis kurz über dem Boden abgeschnitten werden. Aber auch etliche andere Gehölze waren nur noch als Brennholz geeignet. Selbst die als völlig frosthart geltenden Staudenpfingstrosen zeigen dieses Jahr z.T. deutliche Schäden. Die frühen Hybriden treiben stellenweise mit Blattrandnekrosen aus dem Boden. Die Blüten sitzen klein und schwarz vertrocknet auf den Stielen. Manche Sorten sind dieses Jahr nur noch verkrüppelt ausgetrieben. Es wird 2-3 Jahre dauern, bis sich diese Pflanzen wieder erholt haben. Es war ein Jahrhundertwinter, den wir hoffentlich so nicht mehr erleben werden. Sicher hat er auch in Ihrem Garten seine Spuren hinterlassen.
Nach solch einen Winter ist uns allen wahrscheinlich einfach nur ein normales Gartenjahr ohne weitere Extreme lieber als ein möglicher Jahrhundertsommer.
Allen Kunden wünschen wir eine erfolgreiche Saison.
Ihre Familie Tetzlaff
